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Zhu Yuling verabschiedet sich nach Viertelfinalniederlage von den Asienspielen

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Zhu Yuling verabschiedet sich nach Viertelfinalniederlage von den Asienspielen

NAGOYA, Japan — Die chinesische Tischtennisspielerin Zhu Yuling beendete am 26. September ihre dritte Teilnahme an Asienspielen mit einer Viertelfinalniederlage gegen die Japanerin Hina Hayata im Dameneinzel. Die Niederlage markierte das Ende einer zwölfjährigen Zeitspanne, die begonnen hatte, als sie mit 19 Jahren bei den Spielen von Incheon 2014 antrat.

Die heute 31-jährige Zhu nutzte am folgenden Tag die sozialen Medien, um auf ihre Reise zurückzublicken. „Vor zwölf Jahren in Incheon war ich 19. Ich dachte, der Tisch sei die ganze Welt, und die Farbe der Medaille sei die Antwort“, schrieb sie. „Zwölf Jahre später in Nagoya, mit 31, hat sich meine Antwort geändert. Die Medaille ist nur ein Teil meiner Geschichte.“ Sie fügte hinzu, dass sie nun wisse, warum sie noch am Tisch stehe.

Ihre Ergebnisse in Nagoya waren gemessen an ihren Maßstäben bescheiden: sechs Siege und zwei Niederlagen, ein Ausscheiden im Teamwettbewerb in der Runde der letzten 12 und ein Viertelfinalplatz im Einzel. Nach dem Verlassen des Platzes waren ihre ersten Worte an die Reporter: „Wenn ich nur fünf Jahre jünger wäre.“ Sie räumte ein, dass dieser Gedanke aus Frustration geboren sei, sagte aber, sie habe gelernt, ihn zu akzeptieren.

Zhus Karriere war von Widerstandskraft geprägt. Als Teenager stieg sie auf und wurde für ihre schnelle Beinarbeit und ihren unermüdlichen Konterstil bekannt. Sie gewann mehrere Weltmeistertitel mit der Mannschaft und erreichte die Spitze der Weltrangliste, doch Verletzungen und der Aufstieg jüngerer Teamkolleginnen stellten sie immer wieder auf die Probe. Ihr emotionaler Abschied fand bei den Fans Widerhall, die sie durch jedes Comeback begleitet haben.

Tischtennis nimmt in der chinesischen Sportkultur einen besonderen Platz ein und wird oft als Nationalsport bezeichnet. Die diesjährigen Asienspiele in Nagoya, Japan, brachten die Besten des Kontinents zusammen. Für die chinesischen Fans war das Dameneinzel ein Schwerpunkt, und Zhus Ausscheiden – zusammen mit dem früheren Ausscheiden ihrer Teamkollegin Chen Xingtong – signalisierte einen Wandel hin zu einer neuen Spielergeneration.

Die Japanerin Hina Hayata, die Zhu besiegte, ist für die chinesischen Spielerinnen zu einer vertrauten Rivalin geworden. Das Match verdeutlichte die wachsende Tiefe des japanischen Tischtennisses, insbesondere im Dameneinzel. Zwar bleibt China die dominierende Kraft in diesem Sport, doch die Lücke an der Spitze hat sich in den letzten Jahren verkleinert.

Zhus Beitrag kündigte keinen Rücktritt an und lässt die Tür für künftige Wettkämpfe offen. Sie schrieb, dass sie noch immer nach ihrer eigenen Antwort suche und dass die Reise weitergehe. Vorerst verlässt sie Nagoya mit einer Mischung aus Enttäuschung und Klarheit – eine Veteranin, die gelernt hat, dass Sport mehr als Medaillen ist.

Zum Abschluss der Asienspiele dienen Zhus Worte als Erinnerung an die emotionale Last, die Athleten tragen, die über ein Jahrzehnt lang auf höchstem Niveau antreten. Ihre Geschichte ist eine von Ausdauer, Anpassung und dem stillen Mut, weiterzumachen, auch wenn die Ergebnisse einen nicht mehr definieren.